Gegengeschäfte vermeiden

Die Wahl der Webagentur sollte nichts mit der Postleitzahl zu tun haben

Schlecht programmiert

Wenn das nakte Grauen aufkommt

Es gibt Momente in unserem Alltag, in denen ein Blick auf eine bestehende Webseite zeigt: Hier geht Umsatz verloren. Und vermutlich nicht wenig. Nicht weil die Seite optisch aus dem letzten Jahrhundert stammt, sondern weil technische und strategische Fehler in der Seite drin stecken, die sich direkt auf die Geschäftszahlen auswirken dürften.

Was ein technischer Blick offenbart

Oft können wir es uns nicht verkneifen und wir schauen nach. Ein kurzer Blick in den Quellcode und eine oberflächliche, stichprobenartige SEO-Analyse lassen in uns dann manchmal das nackte Grauen aufkommen:

  • Veraltete oder unsauber programmierte Codierung, unaufgeräumt und kaum nachvollziehbar
  • Fehlende oder unvollständige Meta-Angaben, die das Ranking in Suchmaschinen beeinträchtigen
  • Schlechte mobile Darstellung
  • Keine oder unzureichende strukturierte Daten

Solche Mängel sind selten auf den ersten Blick sichtbar. Für Suchmaschinen und potenzielle Kunden machen sie aber den entscheidenden Unterschied zwischen «wird gefunden» und «bleibt unsichtbar».

Was wir dann nicht verstehen können ist, wenn ein Firmen-Chef mit einer solch schlechten Webseite daherkommt, sich über mangelnde Resonanz beklagt, wiederum zu einer eher schlecht aufgestellten Webagentur geht. Weil sie im Nachbardorf ihren Sitz hat …

Nähe ist kein Entscheidungskriterium

Ein Muster, das uns regelmässig begegnet: Firmen mit deutlichem Optimierungsbedarf entscheiden sich am Ende für eine Agentur im Nachbarort. Und zwar nicht aufgrund von Fachkompetenz, sondern aufgrund der geografischen Nähe.

Das war in einer Zeit vor der Remote-Zusammenarbeit ein nachvollziehbares Kriterium. Heute gilt:

  • Erstgespräche und Bedarfsanalysen lassen sich unkompliziert vor Ort durchführen.
  • Die eigentliche Projektarbeit läuft ohnehin digital, über Videocalls und zentrale Projektplattformen.
  • Entscheidend ist die fachliche Tiefe der Agentur in technischen und strategischen Website-Fragen, nicht die Distanz zum Firmensitz.

Der Sonderfall Gegengeschäft

Ein weiteres Muster, das die Entscheidung häufig zusätzlich verzerrt: das Gegengeschäft unter Gewerbetreibenden. Der Bäcker beauftragt den Schreiner im Dorf, der Schreiner den Kaminbauer. Und irgendwann landet auch das Website-Projekt bei der Agentur im Nachbarort, nicht weil sie die beste Lösung bietet, sondern weil man sich gegenseitig Aufträge zuschiebt.

Das mag auf kollegialer Ebene nachvollziehbar sein. Bei einer Investition, die direkt über Umsatz und Anfragen entscheidet, ist es das falsche Kriterium. Eine Website ist kein Gefallen unter Nachbarn: Sie ist ein Instrument, das über Jahre hinweg entweder Umsatz bringt oder Umsatz kostet.

Ein Beispiel aus der Praxis

Vor rund fünf Jahren meldete sich ein Kaminofen-Händler bei uns. Seine Website generierte kaum Anfragen, der technische Zustand bestätigte, weshalb: schwache Programmierung, praktisch keine SEO-Grundlage. Wir erstellten eine passende Offerte. Der Kunde entschied sich am Ende jedoch für den Kollegen im Nachbardorf.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie ein KMU nicht vorgehen sollte: Wenn das (Online)-Geschäft ohnehin schon schlecht läuft, in der Nähe bleiben statt weiter weg den Besten zu holen ist eine schlechte Idee. Das Risiko, dass die notwendige Fachkompetenz fehlt, ist gross. In einer Situation, in der jede zusätzliche Anfrage zählt, sollte die fachliche Eignung der Agentur das einzige Kriterium sein, nicht die Distanz zum Firmensitz oder gegenseitige Gefälligkeiten.

Unsere Empfehlung

Bei der Wahl einer Webagentur sollten zwei Kriterien im Vordergrund stehen: fachliche Tiefe in technischen und strategischen Website-Fragen, und nachweisbare Ergebnisse. Nähe und Gegengeschäfte können angenehme Nebeneffekte sein. Sie sollten aber nie die Entscheidung tragen, wenn es um die Zukunft Ihres wichtigsten Vertriebskanals geht.

Wir prüfen bei jedem Erstgespräch Code, SEO-Status und Potenzial Ihrer aktuellen Website, unabhängig davon, wo Ihr Unternehmen sitzt.

Alarmzeichen

Mängel sind ernst zu nehmen

Ziel vor Augen

Erfolg mit der Webseite

Computer mit einer schattenhaften Hand auf dem Bildschirm auf einem Holzschreibtisch vor einer dunklen Wand.

Die Webseite als Vertriebskanal

Eine funktionierende Website ist kein Kostenpunkt, sondern ein Vertriebskanal. Firmen, die das erkennen, nutzen die Website aktiv:

  • Anfragen und Verkäufe entstehen direkt über die Website
  • Der Unterhalt finanziert sich durch die generierten Anfragen selbst
  • Zusätzliches Umsatzpotenzial wird durch gezielte Optimierung ausgeschöpft

Wer die richtigen Hebel setzt, macht aus der Website einen echten Gewinnbringer statt einer digitalen Visitenkarte. Das betrifft technische Performance, Nutzerführung und Auffindbarkeit in Suchmaschinen gleichermassen.